14 Comments

  1. Da hat die Tasche ja gleich eine Geschichte 😀 und der Name passt wirklich gut dazu 🙂

    Nachhaltigkeit beim Nähen ist wirklich nicht so einfach – ich benutze seit vielen Jahren am liebsten Troja-Garn, das ist gut, günstig (500 m kosten je nach Laden zwischen 1,50 € und 2,15 €), in vielen Farben erhältlich und vor allem auf Pappspulen aufgewickelt. Leider ist eine dünne Plastikfolie drum, aber immerhin ist das weniger Plastik als eine ganze Spule.
    Ich versuche auch lieber vor Ort oder auf Stoffmärkten zu kaufen als online, aber wenn man etwas Bestimmtes sucht, ist das manchmal nicht so einfach. Wichtiger finde ich aber, bewusst und überlegt zu kaufen statt spontan (was wiederum Stoffmärkte schwierig macht ;)). Auch, weil es gar nicht so einfach ist, Stoffe wieder loszuwerden – ich habe den Eindruck, dass auf Facebook die meisten ausschließlich Kinderjerseys von angesagten Marken wollen.

    Nadeln und anderes Zubehör ohne Plastik kaufen zu können wäre klasse – aber dann müsste es lose verkauft werden wie Knöpfe. Ob das bei Nadeln so praktikabel ist?

    • Hallo liebe Nria,

      ja, diese Tasche ist zumindest als Zelt schon ein bisschen rum gekommen. Ich freue mich, dass sie noch ein bisschen die Welt bereisen kann. Und ein bisschen ist von der Plane noch da. Mal sehen, welches zweite Leben diese eingehaucht bekommt.

      Auf Troja schwören wirklich viele, aber genau diese Plastikfolien um das Garn stören mich sehr. Daher kaufe ich sie wirklich nur ungern. Es geht halt wirklich auch ohne.
      Ich finde es wichtig gerade die Hersteller auf sowas aufmerksam zu machen – Gemeinsam sind wir stark.

      Stoffmärkte sind, auch wenn sie verleiten mehr als nötig zu kaufen, dennoch noch ein guter Tipp. Danke. Denn hier ist es auch möglich vor Ort zu kaufen und viele Stoffgeschäfte in der entsprechenden Stadt, machen mit besonderen Events und Angeboten mit. Einzig die Stoffqualität und Herkunft muss man hier beachten, da die Stoffe hier oft nur schlecht bis gar nicht beschrieben sind. Ich weiß oft nicht die Herkunft der Stoffe und ob sie qualitative Bio-Merkmale haben.

      Nadeln lose kaufen – ob das Praktikabel ist? Schwierig. Nadeln sind ohnehin ein Verschleißprodukt was häufig gewechselt werden muss, wenn man ein sauberes Nahtbild haben möchte. Daher spricht für mich persönlich nichts dagegen, wenn ich gängige Nadeln zumindest im großen Gebinde kaufen könnte.
      Dennoch finde ich, es gibt alternativen für die Verpackung. Papier würde aus meiner Sicht reichen, oder bereits voll recyceltes Plastik, kompostierbare Verpackung aus Nachwachsenden Rohstoffen…etc. es gibt so viele Optionen. Die weitaus Nachhaltiger sind. Aber auch hier müssen wir die Hersteller definitiv erst sensibilisieren. Auch wenn ich das Gefühl habe das der Trend in die richtige Richtung geht – zumindest schon bei Stoffen <3

      Liebe Grüße und ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar,
      deine Janina

  2. Liebe Janina,
    der Post ist klasse und du hast viele tolle Infos reingepackt, habe erst gelesen und musste dann die Tasche nochmal anschauen, da die beim Lesen unterging.
    Die Tasche finde ich mega. Dem Stoff sieht man sein Vorleben nicht an. Ich mag es total aus Bettwäsche die schon verlebt ist oder aus alter Kleidung etwas zu nähen, da es sich rumgesprochen hat, bekomme ich immer wieder Spenden.
    ganz liebe Grüße,
    Petra

    • Hallo Petra,

      ich danke dir sehr für dein Feedback. Die Tasche geht unter…das ist natürlich schade. Denn sie steht schon in einem direkten Bezug. Dann muss ich hier vielleicht noch mal den Bericht ändern und die Tasche mit in den Fokus rücken.

      Liebste Grüße
      Janina

    • Liebe Kathrin,

      ich danke dir sehr und freue mich unglaublich über diesen Tipp. Den Link werde ich oben in meinem Beitrag einfügen, damit auch wirklich alle Interessenten diesen Weg finden können.

      Ganz liebe Grüße,
      Janina

  3. Liebe Janina, ich hätte wirklich nie gedacht, dass die Tasche aus einer Zeltplane ist! Bei Zeltplanen denke ich gleich an diese armeegrünen Plastikstoffe, aber weit gefehlt! Sieht wirklich gut aus!
    Auch sehr interessant sind die Tipps zum Müllvermeiden beim Nähen. Das Thema spukt mir auch schon seit längerem im Kopf rum, nur habe ich es noch nicht zu Papier bzw auf den Bildschirm gebracht… Du hast aber einige Punkte genannt, auf die ich nicht gekommen wäre! Was für mich auch ein Ärgernis ist, sind die Kurzwaren von Prym, die immer so aufwändig verpackt sind. In Nähgeschäften gibt es fast ausschließlich diese Produkte, obwohl man Taschenverschlüsse oder ähnliches auch lose verkaufen könnte! Das beste ist wohl, immer mal wieder nachzufragen, dann ändert sich vielleicht was!
    Liebe Grüße,
    Amely

    • Hallo Amely,
      du entpuppst dich zu einer treuen Leserin. Das freut mich sehr, gerade!!! 😀

      Danke das du meine Tipps hilfreich fandest. Ich habe gerade eben noch den Link von Kathrin aktualisiert und tatsächlich gerade eine etwas größere Bestellung abgegeben.
      Ebenfalls habe ich mir angewöhnt, IMMER um eine Plastikfreie und möglichst Verpackungsarme Sendung zu bitten. Das klappt wirklich gut und ist auch außerhalb von Stoffbestellungen gut umsetzbar 🙂

      Aber auch oben habe ich geschrieben, dass wir nur gemeinsam stark sind. Je mehr wir versuchen die Händler zu bitten, auf Plastik zu verzichten umso eher können wir unsere Wünsche auch geltend machen.

      Ich hoffe noch auf das Gute in den Menschen <3

      Bis bald und liebste Grüße
      Janina

  4. Liebe Janina,
    jetzt habe ich wieder etwas gelernt. Zero Waste…war bislang eine Unbekannte für mich…
    Nicht in der Form, dass ich mich nicht bemüht hätte, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren…Nein! Es ist der Begriff, den ich bislang nicht kannte…
    Beim Googeln bin ich dann auch noch auf weitere Müll-Einsparmöglichkeiten aufmerksam geworden…und das alles DANK Dir!!! Wunderbar! 1000 mal MERCI!
    Ich finde so toll, wie Du Dich einsetzt. Solche jungen Menschen braucht diese Welt!
    Dir alles Liebe
    Heidi

    • Liebe Heidi,

      ich bin gerade total baff. Eben weil das genau mein Ziel ist. Menschen zu erreichen und zu sensibilisieren <3
      Schau dir doch auch mal die Linksammlung EiNaB & Alt trifft neu an. Auch hier findest du con so vielen bloggern tollen Input, Tipps und Tricks.
      Auch auf meinem Blog habe ich schon das ein oder andere versucht zu beleuchten und Hilfestellungen zu geben.
      Man sollte nie in ein Extrem wandern - kein Dogma draus machen. Extreme sind nie gut. Aber ich finde wir sollten uns alle ein bisschen bewusster mit unserem Planeten und den Ressourcen auseinander setzen.
      Also, sehr sehr gern geschehen.

      Abgesehen davon danke ich dir für das "jung" :-* 1000 Dank!

      Ganz liebe Grüße,
      Deine Janina

  5. Hallo Janina,
    das ist mal eine schöne, ausführliche Übersicht! Es gibt viele Ansatzpunkte, um beim Nähen Ressourcen zu sparen. Meine Hauptaufgabe ist schon seit langem, erstmal ganz viel vorhandene Stoffe – oft auch alte Kleidung – aufzubrauchen. Aber ich kenne das auch, man kann immer noch einen anderen Stoff gebrauchen!!!
    Danke für den Tipp mit dem Altstoffe-Tausch per Facebook und Co. Vielleicht kennt man auch Näh-Fans vor Ort, mit denen sich mal eine Tauschparty machen lässt.
    Danke fürs Mitmachen bei EiNaB!
    Viele Grüße,
    Marlene

    • Hallo Marlene,
      ich freue mich unglaublich wenn ich vielen verschiedenen Menschen einige Tipps geben kann. Und jeder für sich kannte einen anderen Tipp noch nicht und gibt so etwas weiter. Das macht mich einfach stolz.
      Und #EiNaB ist eine so tolle Plattform um so viele verschiedene Ideen und Ansätze auszutauschen, dass ich immer wieder komme um zu gucken was es neues gibt und was ich auch in meinem Alltag umsetzen kann.

      Ganz liebe Grüße und noch mehr Erfolg beim „aufbrauchen“ schon vorhandener Stoffe.
      Deine Janina

  6. manu

    Hej Janina,

    die Tasche schaut super aus! Und fesche Farbe, absolut meins 🙂
    Danke auch für deine Tipps-Sammlung!

    Klamottenspenden, bzw. Flohmarktfunde sind auch meine allerliebsten Nähstoffe geworden.
    Ich trenne von kaputten Textilien inzwischen alles an Kurzwaren und sammel diese fleißig. Es ist zwar manchmal etwas mühsam, aber auch entschleunigend. Und zum nächsten Stoffladen bräuchte ich hier auf dem Land ja eh auch nur wieder das Auto…
    Meine Oma war Schneiderin und hat auch noch ein großes Lager an alten Nähutensilien, wir tauschen quasi fleißig in der Verwandtschaft zusammen. Und ansonsten finde ich helfen auch die Kleinanzeigen super weiter, wenn man mal was braucht. Alles was Second Hand erworben wird, ist ja doch nachhaltiger, als neuproduziert und verpackt aus dem Laden.

    Die Idee kleine Stoffschnippsel als Futtermaterial zu verwenden find ich auch ganz klasse! Aber hier muss ich erst noch eine bessere Sammlung anlegen 😉

    Alles Liebe und happy Sewing! Manu

  7. Hallo Manu,

    die Kurzwaren abzutrennen habe ich auch gemacht. Allerdings hier auch schon pech gehabt und einen Reißverschluss vernäht, der dann kurz darauf kaputt ging. Daher nutze ich Reißverschlüsse nicht mehr so gern weiter. Aber Knöpfe und Bänder werden gern genommen und auch Applikationen habe ich schon abgetrennt 🙂

    Happy Sewing,
    Janina

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